ähren für die zukunft

Am Anfang ist die Gerste. Jedenfalls wenn es ums Bier geht. Michael Horsch und Eugen Hippeli sind Spezialisten in Sachen Korn. Die zwei Landwirte bauen Braugerste für unser Rhöner Bier an. Sie stehen stellvertretend für all die weiteren Braugerstenanbauer unserer Region. Beide sind sie leidenschaftlich am Werke und beide sind sie sich sicher: „Die Ausgangsbasis für etwas zu liefern, das du am Ende wieder in der Hand hast - das ist einfach wunderbar.“ 

Doch so einfach sich das in der Theorie anhört, der Braugerstenanbau ist kein Kinderspiel. Die zweizeilige nickende Sommergerste verlangt größte Sorgfalt von der Aussaat bis zur Lagerung. Auch wenn aufgrund einer relativ kurzen Anbauzeit nahezu keine Pflanzenschutzmittel und nur wenig Dünger verwendet werden, hängt es von mehreren Kriterien ab, wie sich der Eiweißgehalt im Korn entwickelt. Und der ist schließlich ein entscheidender Parameter für den Brauer und natürlich den Mälzer. Die Zusammenarbeit mit dem Mälzer ihres Vetrauens, Thomas Lang von Rhön Malz, bestätigt hier erneut die ideale Umsetzung der regionalen Wertschöpfungskette. 
Die Braugerste aus der Rhön kommt zum Mälzer aus der Rhön, der das Malz an unsere Rhöner Brauereien liefert. Immer und immer wieder ist das gemeinsame Schaffen in der Region für die Region Dreh und Angelpunkt. „Wir glauben wirklich daran, dass damit unsere Heimat langfristig erhalten bleibt. Dass kleinere, mittelständische Betriebe eine Zukunft haben.“

Rund 120 Hektar Braugerste (rund 84 Fußballfelder) bewirtschaften Horsch und Hippeli. Geht man von deren durchschnittlichen Ernteertrag von 60 Dezitonnen (1 Dezitonne = 100 Kilogramm) pro Hektar aus, kann aus 720 Tonnen Braugerste Malz für rund 27.000 HL Bier (das sind 270.000 Kästen!) gewonnen werden. Damit können mehrere unserer Rhöner Brauereien nur durch die Braugerstenernte der zwei WIR SIND RHÖNER BIER-Landwirte regionales Bier brauen. 

Doch weg von den Zahlen, hinauf aufs Feld. Nicht umsonst sagt Hippeli: „Braugerste ist mein Lieblingskorn“. Zu sehen, wie sie im Frühjahr gleichmäßig aufgeht, wie sich die Farbe verändert von diesem so frischen Grün zu leuchtendem Gold, wie das Licht auf die Ähren trifft, wie sie sich im Wind bewegen: "Das gehört zu uns, zu unserer Heimat. Das gehört zum Rhöner Bier, wie diese Ähren zu unserer Zukunft.“ 

Michael Horsch & Eugen Hippeli
 
aus Weimarschmieden und Nordheim v.d. Rhön